Stromausfall (Blackout)

Ein Szenario mit möglicherweise katastrophalen Auswirkungen ist der Stromausfall (auch Blackout genannt)

Ein Stromausfall kann für sich alleine auftreten, z.B. durch einen technischen Defekt oder auch folge anderer katastrophaler Ereignisse (z.B. Unwetter) sein.
Stromausfälle können zeitlich und räumlich unterschiedlich sein. Ein kurzer Stromausfall ist noch keine Katastrophe. Problematisch wird ein Stromausfall, wenn er länger andauert und dazu auch noch große Flächen betrifft.
Wir haben in Deutschland zur Zeit augenscheinlich ein sehr stabiles Netz und selten Stromausfälle. Allerdings ist das Stromnetz Europaweit ohne dass wir es merken oft am Limit.
Dazu ein Zitat:
„Die Netzbetreiber müssen immer öfter eingreifen. Damit steigen sowohl die Kosten zur Systemstabilisierung als auch die operativen Risiken für einen sicheren Netzbetrieb„, sagt der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann[1].

Es gab aber auch bei uns in der Geschichte bereits einige großräumige längere Stromausfälle:

  • 25. November 2005: Nach starken Schneefällen ereignete sich im Norden Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen Südwest-Niedersachsens einer der größten Stromausfälle in der Geschichte der Bundesrepublik. Besonders betroffen war das westliche Münsterland mit den Kreisen Borken, Coesfeld und Steinfurt. Von rund 250.000 betroffenen Menschen waren viele bis zu drei Tage lang völlig ohne Strom, einzelne Gehöfte und Ortschaftsteile über fünf Tage, bis sie mit Notstromaggregaten versorgt oder provisorisch wieder an das Stromnetz angeschlossen werden konnten.
    Ursache für den Stromausfall waren eingeknickte Strommasten und vereiste Hochspannungsleitungen.
  • 4. November 2006 :  Um 22:09 Uhr kam es zu einem größeren Stromausfall in Europa. Teile von Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich, Spanien waren teilweise bis zu 120 Minuten ohne Strom, und sogar in Marokko waren die Auswirkungen spürbar.
    Ausgelöst wurde er durch die planmäßige Abschaltung einer von E.ON betriebenen 380-kV-Hochspannungsleitung bei Weener am Abend des 4. November 2006 für die Ausschiffung der Norwegian Pearl, eines auf der Meyer Werft in Papenburg gebauten Kreuzfahrtschiffes. Folgen eines länger andauernden, großflächigen Stromausfalls (Blackout) wären für unsere Gesellschaft verheerend:

    Praktisch sofort bzw. in kurzer Zeit würde
    – der S-Bahn und Bahnverkehr ausfallen
    – Tankstellen ausfallen
    – Heizungssysteme würden ausfallen
    – Verkehrsanlagen würden ausfallen
    – Die Straßenbeleuchtung würde ausfallen
    – Supermärkte (Kassen, Kühlung, Lüftung) würden geschlossen bleiben.
    – Geldautomaten würden nicht mehr funktionieren
    – Bauernhöfe wären ohne Strom. Besonders betrifft das Milchvieh- und Nutzviehhalter.
    ( z.B.: Ohne Stalllüftung würden viele Tiere verenden)
    – in den Privathaushalten würde nichts mehr funktionieren

    nach wenigen Stunden:
    – würde das Mobilfunknetz zusammenbrechen, da die Sendeanlagen nur einen kurzen Puffer haben.
    – Das Internet würde ausfallen

    nach mehr als einem Tag:
    Die Trinkwasserversorgung und die ärztliche Versorgung durch Krankenhäuser wären gefährdet.
    Diese haben zwar Notstromaggregate, aber nur Brennstoff für wenige Tage und müssten dann von Aussen versorgt werden.Die große Frage wäre dann: Wann würde die öffentliche Ordnung zusammenbrechen?

    Fazit:
    Auch für einen längeren Stromausfall sollte man eine Notvorsorge treffen.

 

 

Tipp:
Buchempfehlung: „Black Out“ von Marc Elsberg
Film: ZDF Dokumentation Blackout-Deutschland ohne Strom

Quellen:
[1] heise  https://www.heise.de/newsticker/meldung/Energiewende-setzt-Stromnetz-massiv-unter-Druck-immer-mehr-teure-Eingriffe-3518063.html 
[2] Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stromausf%C3%A4lle