Warum Notvorsorge betreiben?

Unsere globalisierte Welt ist anfälliger für Krisen als wir denken.

Wir leben in einer globalisierten und hochspezialisierten Welt.
Dazu im wohlhabenderen Teil ebendieser. In der Regel haben wir im Supermarkt ein Warenangebot im Überfluss und Not scheint uns fern. Anders als unsere Großeltern die Hunger, Krieg und Not erlebt haben und daher in den Jahren nach dem Krieg oft noch große Vorräte in ihren Kellern gelagert haben,  sind die meisten von uns von jedem Mangel an Grundbedürfnissen (Lebensmittel, Wasser, Strom) verschont geblieben oder haben diesen gar nie kennengelernt.

Auch betreiben wir zwar in Form vieler Versicherungen und Geldanlagen eine private Vorsorge, und versuchen Gesund zu leben als gesundheitliche Vorsorge. Aber zur Sicherung unserer existenziellen Grundbedürfnisse sorgen wir nur wenig vor. Wir verlassen uns darauf, dass wir mit dem uns zur Verfügung stehendem Geld immer genügend Einkaufen können, dass es immer ein ausreichendes Warenangebot geben wird und der Staat für Notlagen und Krisen vorsorgt.

Wozu also dann private Notvorsorge betreiben?

Ganz einfach: Es braucht nur ein wesentliches Glied unserer komplexen weltweiten Warenlogistik auszufallen und schon kann es sehr schnell und plötzlich anders (Leer) aussehen im Supermarktregal.
Denken Sie an den Stromausfall im Münsterland 2005. Durch Vereisung und Schneefall brachen viele Strommasten und es kam zu einen langen Stromausfall (Blackout). Damals wurden schnell die begrenzten Möglichkeiten der staatlichen Rettungsdienste sichbar. Selbst vier Tage nach Ende des Schneefalls waren noch nicht alle Orte wieder an das Stromnetz angeschlossen. In diesen Situationen zeigt sich wie hilfreich eine private Notvorsorge und ein guter Notvorrat ist.

weitere Auslöser für einen solche Krisenfall könnten sein:

  • ein Finanzcrash
  • eine Unterbrechung der Erdöl- oder Gasversorgung
  • Streik und Unruhen
  • Spannungen oder Krieg mit uns versorgenden Nationen
  • Reaktorunglücke
  • Pandemien / Seuchen
  • Naturkatastrophen wie Orkan oder Erdbeben
  • Dürren oder Überschwemmungen

Wenn Sie nun denken: „Ok, das kann passieren aber im Supermarkt sind doch so viele Waren und es gibt bestimmt viele große Warenlager. Und überhaupt, der Staat hat doch vorgesorgt!“

Dann muß ich Sie leider enttäuschen. Zum einen sind die meisten Warenströme „just in Time“ d.h. es gibt nur noch wenige große Lager und die meisten Waren werden sehr zeitnah vom Hersteller zum Supermarkt gebracht. Zum anderen, ja der Staat betreibt Vorsorge und Not-Warenlager, aber auch diese sind sehr begrenzt und nicht für langanhaltende, großräumige Ereignisse gedacht.  So hält der Staat im wesentlichen Weizen, Reis und Hülsenfrüchte in begrenzten Mengen bereit um besonders in Städten eine warme Mahlzeit der Bevölkerung zu gewährleisten.(1)
Daher fordert auch die Bundesregierung von jedem Bürger selbst Notvorsorge zu treffen und z.B. einen Notvorrat zu Hause zu lagern.

Überlegen Sie doch verschiedene Szenarien einmal für sich und ihren Haushalt durch:

Was machen Sie, wenn für mehrere Tage die Stromversorgung zusammenbricht?
Was essen Sie, wenn der Supermarkt ihres Vertrauens nicht mehr offen hat?
Wie lange können Sie ohne Hilfe von außen leben?

Auf unseren Seiten finden Sie viele Tipps zum anlegen ihres persönlichen Notvorrats und was sie für eine vernüftige Notvorsorge machen sollten.
Dazu testen wir die verschiedenen Notnahrungsvarianten und stellen diese vor.
Wir geben Ratschläge welche technischen Geräte im Krisenfall hilfreich sind und bieten ihnen viele Checklisten.

 

Zur Broschüre des Bundesamtes für Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe

Quellen:

(1) https://ernaehrungsvorsorge.de/staatliche-vorsorge/haeufig-gestellte-fragen-faq/

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterl%C3%A4nder_Schneechaos